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Lingen. Bereits im nächsten Jahr soll laut BMW der Anteil elektrifizierter Automobile an den Gesamtauslieferungen (BMW) bei 30 % liegen. Ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität, welcher jedoch auch einen wachsenden Bedarf an Ladeinfrastruktur mit sich bringt.

Auf unserem Gelände schaffen wir zunächst mit der Installation eines Trafos die Voraussetzungen. Wir erhalten mit dem 630 kV Trafo Zugang zum Mittelspannungsnetz und haben die Möglichkeit, mehrere neue Ladesäulen zu installieren.

Im öffentlich zugänglichen Bereich an der Rheiner Straße werden zwei DC-Ladesäulen aufgestellt, die über vier Ladepunkte maximal 50 kW Ladeleistung bereitstellen. Bei gleichzeitiger Nutzung zweier Ladepunkte an einer Säule werden bis zu 25 kW zur Verfügung gestellt.

Für den internen Gebrauch erhalten wir sechs 11 kW-Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten. Auf unserem geschlossenen Hofbereich werden wir somit insgesamt zwölf Ladepunkte haben. Diese dienen dazu, unsere Neufahrzeuge vor Auslieferung aufzuladen oder auch um Kundenfahrzeuge nach erfolgter Reparatur auf Kundenwunsch geladen übergeben zu können.

Zusätzlich wird für den internen Gebrauch eine Kombisäule mit zwei Ladepunkten auf dem Innenhof aufgebaut, die sowohl schnelles DC (Gleichstrom) Laden mit 50 kW als auch AC (Wechselstrom) Laden mit 22 kW ermöglicht.

Um eine möglichst große Menge Strom aus regenerativer Energie für die Ladevorgänge nutzen zu können, wurde bereits neben der bestehenden Photovoltaikanlage (30 kWp) eine zweite 30 kWp Anlage aufgebaut. Diese wird angeschlossen, sobald der Trafo fertig installiert ist.

Die gesamte Maßnahme in Lingen soll bis Ende November umgesetzt sein, sofern das Wetter gut mitspielt. Parallel dazu werden ähnliche Maßnahmen in Meppen, Nordhorn, Papenburg und Wietmarschen-Lohne (Gebrauchtwagenzentrum) in etwas kleinerem Umfang durchgeführt.

Das Aus für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ist beschlossene Sache. Ab 2030 sollen in Deutschland nur noch Fahrzeuge mit Elektromotoren zugelassen werden. Damit einher geht auch eine Wende in der Infrastruktur weg von den Tanksäulen hin zu Ladestationen. Aber wie viele Ladesäulen gibt es eigentlich in Deutschland?

Wie viele Ladesäulen gibt es in Deutschland eigentlich?

Am 1. Dezember 2021 gab es in Deutschland 50.901 Ladesäulen die öffentlich zugänglich waren. Das heißt, es werden nicht nur E-Säulen an Tankstellen in die Rechnung einbezogen. Auch Ladesäulen, die sich an Park- und Rastplätzen, in einem Parkhaus oder auf einem Firmengelände befinden werden mitgezählt. Davon sind bislang nur ein Bruchteil als Schnellladesäulen ausgelegt. Zumal man sich hier nicht auf eine konkrete Zahl einigen kann. Am 1. Oktober vermeldete die Bundesnetzagentur, dass 7.053 Säulen als Schnellladesäulen ausgelegt sind. Zwei Monate später, am 1. Dezember 2021 werden durch dieselbe Behörde nur noch rund 3.000 Schnellladestationen ausgewiesen. Wodurch dieser Unterschied zustande kommt erschließt sich nicht. In den meisten Fällen sollte man also etwas Zeit einplanen, wenn man sein E-Auto aufladen muss.

Die regionalen Unterschiede sind sehr groß

Allerdings sind die Ladesäulen nicht gleichmäßig in Deutschland verteilt, sondern unterscheiden sich je nach Bundesland. Hamburg und Baden-Württemberg besitzen derzeit die beste Netzabdeckung, am schlechtesten sind die Hessen unterwegs. Hier kommt im Schnitt eine Ladesäule auf 28 E-Autos im Vergleich dazu sind es in Sachsen gerade einmal die Hälfte. Das liegt sicherlich auch daran, dass in Sachsen weniger Menschen ein E-Auto besitzen und damit das Verhältnis von Ladesäule zu E-Auto besser ist. Das Emsland liegt hier im Mittelfeld, wird aber aller Voraussicht nach in naher Zukunft aufholen. Bei weiteren Fragen rund um das Thema Elektromobilität oder den Standorten im Landkreis helfen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne weiter.

Ist die Wende in der Infrastruktur bis 2030 zu schaffen?

Derzeit werden jede Woche etwa 250 Ladesäulen gebaut. Behält man dieses Tempo bis 2030 bei, kämen rund 24.000 Ladesäulen hinzu. Das wird jedoch bei weiten nicht ausreichen, um den Energiebedarf der Elektromobilität abzudecken. Berechnungen gehen davon aus, dass bis zu 840.000 Säulen benötigt werden. Selbst vorsichtige Studien gehen von mindestens 440.000 Standpunkten aus, die gebraucht werden. Geht es nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2030 eine Millionen Ladesäulen errichtet sein. Wie viele davon als Schnellladestationen ausgelegt sein sollen bleibt unklar.

Die Pläne der Bundesregierung sind ambitioniert

Bei der derzeitigen Ausbaugeschwindigkeit ist das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung nicht zu schaffen. Hier müssten wöchentlich mindestens 2.000 Ladesäulen gebaut werden, damit das Ziel von einer Million überhaupt in greifbare Nähe kommt. Dennoch sieht die Situation nicht schlecht aus. Deutschland verfügt über ein flächendeckendes Netz an Säulen. Allerdings muss man hin und wieder - besonders in Großstädten - mit Wartezeiten rechnen, wenn man sein E-Auto laden möchte.

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