Helming & Sohn - 90-jähriges Jubiläum
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Aus den Autos von Heute werden die Autos von Morgen!

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Baustein für ein intaktes Ökosystem in den kommenden Jahren. Das sieht auch die BMW Group seit längerer Zeit so und hat deshalb bereits unzählige Maßnahmen für eine nachhaltigere Produktion der Fahrzeugmodelle ergriffen.

Lederfreie Sitzbezüge, die in Zukunft teilweise aus Kaktusfasern bestehen sollen, oder recycelte Plastikflaschen, die im Oberflächenbezug des Dachhimmels ein zweites Leben finden sollen. Zwei Projekte, die zeigen, dass die BMW Group mit ihren Innovationen das Thema Nachhaltigkeit konsequent vorantreibt.

„Unser Anspruch und unser Versprechen ist klar: We turn things around, wir nehmen neue Perspektiven ein, um die Dinge zum Besseren zu drehen und unseren Beitrag zu einer Zukunft der nachhaltigen Mobilität zu leisten“, betont Alexander Bilgeri, Leiter der Hauptabteilung Kommunikation Personal, Produktion, Einkauf & Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit durch Innovation – Mit diesem 360-Grad-Ansatz will die BMW Group die CO2-Emissionen pro Fahrzeug bis 2030 im Vergleich zu 2019 um 40 Prozent reduzieren.

Neben nachwachsenden Rohstoffen steht die Wiederverwertung von Materialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Die Vision ist klar: Aus den Autos von heute werden die Rohstoffe für die Autos von morgen gewonnen“. Daher sollen perspektivisch Fahrzeuge zur Hälfte aus recycelten Materialien (Sekundärrohstoffen) hergestellt werden.

Im Jahr 2023 wird die BMW Group die ersten Fahrzeuge mit komplett vegan produzierten Innenräumen auf den Markt bringen. Möglich wird dies vor allem durch die Entwicklung innovativer Materialien mit lederähnlichen Eigenschaften. Diese können zukünftig auch für die Oberflächen von Lenkrädern eingesetzt werden, wo sie besonders hohe Anforderungen hinsichtlich Haptik, Premium-Anmutung und Verschleißfestigkeit erfüllen müssen. Vollständig vegane Innenraum-Varianten werden von 2023 an erstmals sowohl für BMW als auch für MINI Modelle verfügbar sein. Damit bedient die BMW Group die Nachfrage nach veganen und lederfreien Ausstattungen, die sich in nächster Zeit vor allem in den USA, China und Europa noch steigern wird.

Die Reduktion von CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs ist das zentrale Ziel der BMW Group auf dem Weg zur Klimaneutralität, die spätestens im Jahr 2050 erreicht werden soll. Dabei spielt die Materialauswahl eine zentrale Rolle. Der Verzicht auf tierische Ausgangsstoffe leistet einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung der Nachhaltigkeit in der Fahrzeugproduktion. Mit der Einführung der neuen Oberflächenqualität für Lenkräder wird der Anteil der Fahrzeugkomponenten, die Spuren von tierischen Ausgangsstoffen tragen, in den entsprechenden Fahrzeugen von BMW und MINI auf weniger als ein Prozent sinken. Damit verbleiben lediglich in den für den Kunden unsichtbaren Bereichen zum Beispiel verschiedene wachsartige Substanzen wie Gelatine als Bestandteil von Schutzbeschichtungen, Lanolin in Lacken, Talg als Hilfsstoff in Elastomeren sowie Bienenwachs als Flussmittel für Lack.

Alternativen zu Leder in diversen Stoffvarianten bietet die BMW Group schon lange an. Jetzt wird es aber erstmals möglich, auch für die wichtigste Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug einen adäquaten Ersatz zu Leder zu verwenden. An die Oberflächen des Lenkrads werden besonders hohe Anforderungen hinsichtlich Anmutung, Verschleißfestigkeit und Langlebigkeit gestellt. „Mit dem zukünftig eingesetzten Lenkrad aus hochwertigem veganem Oberflächenmaterial erfüllen wir die Wünsche unserer Kunden, die hinsichtlich Haptik, Optik und Funktionalität keine Kompromisse machen wollen. Das innovative Material hält zuverlässig Abnutzungen durch Abrieb, Schweiß und Feuchtigkeit stand und bringt alle positiven Eigenschaften von Leder mit“, sagt Uwe Köhler, Leiter Entwicklung Karosserie, Exterieur und Interieur der BMW Group. Einziges Erkennungsmerkmal des neuen Materials wird somit eine neue Narbung am Lenkradkranz sein.

Lederfreie Oberflächen reduzieren CO2e-Emissionen um 85 Prozent.

Dass jetzt auch in der Produktion von Lenkrädern ein hochwertiges veganes Oberflächenmaterial mit qualitativ gleichwertigen Eigenschaften das bislang verwendete Echtleder ersetzen kann, ermöglicht einen weiteren großen Schritt zur CO2-Reduktion. Durch den Einsatz des neuen Materials für die Lenkradoberflächen werden im Vergleich zu Leder rund 85 Prozent der CO2e-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette eingespart. Dabei entstanden bisher mit anteilig rund 80 Prozent die meisten Emissionen bereits in Form von Methangas aus der Rinderaufzucht. Die übrigen rund 20 Prozent entfielen auf die energie- und wasserintensive Weiterverarbeitung der Rinderhaut.

Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft an erster Stelle.

Auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität setzt die BMW Group auf die Nutzung von Grünstrom in der Produktion und in der Lieferkette, einen konsequent gesteigerten Anteil an Sekundärmaterialien und natürlichen Rohstoffen, hocheffiziente Elektro- und Verbrennungsmotoren sowie eine hohe Recyclingquote im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

Dabei kommt es auf Details an: So werden die Fußmatten für zahlreiche Modelle aus sogenanntem Monomaterial hergestellt. Damit wird ein nur schwer recycelbarer Materialmix vermieden. Die BMW Group spart dadurch jährlich rund 23 000 Tonnen CO2 und zusätzlich rund 1 600 Tonnen Abfall ein, da die recycelten Fußmatten ebenso wie Materialverschnitte innerhalb des Produktionsprozesses wiederverwendet werden.

Die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Sekundärrohstoffe und der nachhaltigen Materialien haben oberste Priorität. Zukünftige Fahrzeuggenerationen werden über weitere attraktive Alternativen zu Leder verfügen. Die BMW Group entwickelt in Kooperation mit Start-up-Unternehmen innovative biobasierte Oberflächen. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten Ledernachbildungen ist dies mit einem um nochmals rund 45 Prozent geringeren CO2-Ausstoß verbunden. So bietet etwa das zu 100 Prozent biobasierte und erdölfreie MirumTM das Potenzial, künftig alle traditionellen Eigenschaften von Leder zu imitieren. Das ebenfalls neuentwickelte DeserttexTM setzt sich aus pulverisierten Kaktusfasern und einer biobasierten Polyurethan-Matrix zusammen. Mit diesen Materialien lässt sich der Verzicht auf Rohstoffe tierischer Herkunft mit einer signifikanten CO2-Reduzierung kombinieren.

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